Unsere Dörfer - Unsere Städte
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Unsere Dörfer - Unsere Städte "Dötlingen"

Zwischen Künstlerdorf, Hunte und jahrtausendealten Steinen

⌖ Dötlingen
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Dötlingen liegt mitten im Naturpark Wildeshauser Geest im Landkreis Oldenburg. Das kleine Dorf verbindet auf besondere Weise historische Bauernhäuser, Kunst, Natur und eine Geschichte, die weit über das Mittelalter hinausreicht. Zwischen reetgedeckten Häusern, einer alten Feldsteinkirche, der Hunte und vorgeschichtlichen Großsteingräbern gibt es erstaunlich viel zu entdecken. Ein Dorf mit langer Geschichte Dötlingen wurde im Jahr 1203 erstmals unter dem Namen „Thutelingen“ erwähnt. Damit gehört der Ort zu den älteren Siedlungen im Oldenburger Land. Die Geschichte der Region reicht allerdings noch viel weiter zurück. Großsteingräber aus der Jungsteinzeit zeigen, dass hier bereits vor mehreren tausend Jahren Menschen lebten. An der heutigen Hunte bei Glane wurden sogar Werkzeuge gefunden, die ungefähr 20.000 Jahre alt sind und Rentierjägern zugeschrieben werden. Die St.-Firminus-Kirche Mitten im historischen Ortskern steht die St.-Firminus-Kirche. Die Kirche entstand in ihren ältesten Teilen im 12. Jahrhundert. Um 1170 wurde das Kirchenschiff erweitert und vermutlich auch der knapp 24 Meter hohe Turm errichtet. Um 1270 wurde der Bau nach Osten verlängert und teilweise mit Backsteinen erhöht. Gerade die Mischung aus Feldstein und Backstein macht die Kirche zu einem markanten historischen Bauwerk. Steine mit ungewöhnlicher Vergangenheit Um die St.-Firminus-Kirche rankt sich eine besondere Geschichte. Es wird vermutet, dass beim Bau Granitsteine verwendet wurden, die zuvor zu jungsteinzeitlichen Großsteingräbern gehört hatten. Nach damaliger christlicher Vorstellung wurden solche Steine ihrer „heidnischen“ Bedeutung entzogen und für einen neuen religiösen Zweck genutzt. Ob jeder einzelne Stein tatsächlich aus einem Großsteingrab stammt, lässt sich heute natürlich nicht mehr sicher feststellen. Die Überlieferung gehört aber fest zur Geschichte des Ortes. Dötlingen als Künstlerdorf Dötlingen ist weit über die Region hinaus als Künstlerdorf bekannt. Bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert entdeckten Künstler die besondere Landschaft rund um Hunte, Heide und Geest für sich. Zu den bekanntesten Namen gehören Georg Müller vom Siel und Otto Pankok. Die Verbindung zwischen Kunst und Landschaft ist bis heute sichtbar. Galerien, Ateliers und Ausstellungsorte führen diese Tradition weiter. Historische Bauernhäuser Wer durch Dötlingen spaziert, begegnet immer wieder alten Fachwerk- und Reetdachhäusern. Zu den bekanntesten Gebäuden gehört der Tabkenhof. Er gilt als größtes Niedersachsenhaus Nordwestdeutschlands und gehört zu den besonderen historischen Bauwerken des Dorfes. Gemeinsam mit weiteren alten Hofstellen prägt er bis heute das Erscheinungsbild des historischen Ortskerns. Die tausendjährige Dorfeiche Ein besonderer Blickfang steht mitten im Dorf. Die Dötlinger Dorfeiche soll ungefähr tausend Jahre alt sein und gilt als eines der Wahrzeichen des Ortes. Damit hat dieser Baum wahrscheinlich einen großen Teil der bekannten Ortsgeschichte selbst „miterlebt“. Hunte und Wildeshauser Geest Dötlingen liegt in einer abwechslungsreichen Landschaft aus Wäldern, Wiesen, Flussauen, Mooren und Heideflächen. Besonders prägend ist die Hunte. Der Fluss schlängelt sich durch die Landschaft und schafft an vielen Stellen eine beinahe ursprüngliche Atmosphäre. Die Umgebung lässt sich besonders gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken. Der Huntepadd Einer der bekanntesten Wanderwege ist der Huntepadd. Der Rundwanderweg ist rund sechs Kilometer lang und führt durch den historischen Dorfkern hinaus in die Landschaft. Unterwegs geht es an der St.-Firminus-Kirche, alten Bauernhäusern, der Hunte und verschiedenen Naturbereichen vorbei. Auch der Hunteblick mit seinen Steilhängen gehört zu den besonderen Punkten der Strecke. Die Glaner Braut Ein Abstecher führt zu einem der eindrucksvollsten Zeugnisse vorgeschichtlicher Kultur in der Region. Die sogenannte Glaner Braut besteht aus zwei Großsteingräbern. Die Grabanlagen erreichen Längen von bis zu etwa 40 Metern und erinnern daran, dass die Wildeshauser Geest bereits vor Jahrtausenden besiedelt war. Das Gebiet gehört zur vielfältigen Megalithlandschaft des Oldenburger Landes. Kunst und Gärten bei der GartenKultour Auch Veranstaltungen greifen die besondere Verbindung aus Natur und Kunst auf. Bei der Dötlinger GartenKultour öffnen Ateliers, Galerien, Privatgärten, Gartenbaubetriebe und gastronomische Angebote ihre Türen. Die Veranstaltung verbindet Kunst, Gartenkultur und das ländliche Leben der Gemeinde. Auch die Müller-vom-Siel-Kate und weitere Kunstorte spielen dabei regelmäßig eine Rolle. Ein Dorf mit ungewöhnlich vielen Geschichten Dötlingen vereint auf kleinem Raum mehrere Jahrtausende Geschichte. Vorgeschichtliche Großsteingräber treffen auf eine mittelalterliche Feldsteinkirche, alte Bauernhäuser auf zeitgenössische Kunst und historische Dorfstruktur auf die Naturlandschaft der Hunte. Genau diese Mischung macht Dötlingen zu einer besonderen Station unserer Reihe „Unsere Dörfer – Unsere Städte in Niedersachsen“. Bildunterschrift Dötlingen verbindet Künstlergeschichte, historische Bauernhäuser und die Landschaft der Wildeshauser Geest – von der St.-Firminus-Kirche und der Dorfeiche bis zur Hunte und den jahrtausendealten Großsteingräbern. Alternativtext für die Webseite Ansichten aus Dötlingen mit St.-Firminus-Kirche, historischen Reetdach- und Fachwerkhäusern, Hunte-Landschaft und vorgeschichtlichen Großsteingräbern.