
Celle gehört zu den bekanntesten historischen Städten Niedersachsens. Fast 500 Fachwerkhäuser, ein Welfenschloss mitten im Zentrum, bedeutende Museen und moderne Architektur aus der Bauhauszeit machen die Stadt besonders vielseitig.
Fast 750 Jahre Stadtgeschichte
Die Geschichte Celles reicht bis ins Mittelalter zurück.
Die heutige Altstadt entwickelte sich ab dem späten 13. Jahrhundert und bewahrte ihren mittelalterlichen Grundriss bis heute erstaunlich vollständig.
Gerade diese historische Struktur macht einen Spaziergang durch die Innenstadt besonders eindrucksvoll.
Fast 500 Fachwerkhäuser
Celle ist vor allem für seine Fachwerkarchitektur bekannt.
Fast 500 restaurierte und denkmalgeschützte Fachwerkhäuser stehen dicht an dicht in der Innenstadt.
Viele stammen aus der Zeit zwischen dem späten Mittelalter und dem 18. Jahrhundert.
Bunte Fassaden, goldene Inschriften, geschnitzte Figuren und unterschiedlichste Giebel prägen das Bild der Altstadt.
Das Hoppener Haus
Zu den bekanntesten Fachwerkhäusern gehört das Hoppener Haus.
Das reich verzierte Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Seine Fassade zeigt Figuren, Fabelwesen und zahlreiche dekorative Elemente.
Es zählt zu den markantesten Fotomotiven der Stadt.
Das Celler Schloss
Direkt am Rand der Altstadt liegt das Celler Schloss.
Seine Grundmauern stammen aus dem Jahr 1292.
Aus einer mittelalterlichen Burg entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte eine repräsentative Residenz der Welfen.
Heute befindet sich im Schloss unter anderem das Residenzmuseum.
Auch das Schlosstheater ist dort bis heute in Betrieb.
Welfen und britische Geschichte
Celle besitzt eine besondere Verbindung zur Geschichte des britischen Königshauses.
Die Welfen prägten die Stadt über Jahrhunderte.
Mit der hannoversch-britischen Personalunion entstand später eine direkte dynastische Verbindung zwischen dem Haus Hannover und Großbritannien.
Damit reicht ein Teil der Celler Residenzgeschichte bis in die europäische Königshausgeschichte hinein.
Das Bomann-Museum
Gegenüber dem Schloss liegt das Bomann-Museum.
Es gehört zu den bedeutendsten Museen Niedersachsens.
Die Ausstellungen beschäftigen sich mit Stadtgeschichte, regionaler Kultur, Handwerk, Landwirtschaft und dem Alltag vergangener Generationen.
Damit ergänzt das Museum die historischen Gebäude der Altstadt um einen direkten Einblick in das frühere Leben der Menschen.
Die Stadtkirche St. Marien
Mitten in der Altstadt steht die Stadtkirche St. Marien.
Sie gehört zu den zentralen historischen Bauwerken der Stadt.
Von ihrem Turm bietet sich ein weiter Blick über die Fachwerkdächer Celles.
Bis heute gehört auch das Turmblasen zu den bekannten Traditionen der Stadt.
Otto Haesler und das Neue Bauen
Celle ist nicht nur Fachwerkstadt.
Im frühen 20. Jahrhundert arbeitete hier der Architekt Otto Haesler.
Er gehörte zu den wichtigen Vertretern des Neuen Bauens und setzte moderne Wohnkonzepte um.
Zu seinen bekanntesten Projekten gehört die Siedlung Georgsgarten.
Weiße Fassaden, klare Formen und funktionale Grundrisse stehen dort im starken Kontrast zur historischen Altstadt.
Fachwerk und Bauhaus
Gerade dieser Gegensatz ist typisch für Celle.
Auf der einen Seite stehen mittelalterliche Gassen und Fachwerkhäuser.
Auf der anderen Seite finden sich moderne Siedlungen aus der Zeit des Funktionalismus.
Deshalb präsentiert sich Celle heute bewusst als Stadt zwischen Fachwerk und Bauhaus.
Ein Hängeklo mitten in der Altstadt
Auch kuriose Details gibt es.
Zwischen zwei Häusern am Großen Plan befindet sich ein historischer Aborterker.
Das sogenannte Hängeklo stammt aus einer Zeit, in der Toiletten noch ganz anders funktionierten als heute.
Es gehört zu den ungewöhnlicheren Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Der Französische Garten
Wer nach so viel Stadtgeschichte etwas Ruhe sucht, findet sie im Französischen Garten.
Die große Grünanlage liegt direkt am historischen Zentrum.
Spazierwege, alte Bäume und weitläufige Rasenflächen machen den Park zu einem beliebten Erholungsort.
Museen und moderne Kunst
Neben Bomann-Museum und Residenzmuseum gibt es in Celle weitere Kulturangebote.
Das Kunstmuseum Celle zeigt moderne und zeitgenössische Kunst und bezeichnet sich als erstes 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt.
Der gläserne Anbau des Museums leuchtet nachts und verbindet damit moderne Architektur und Kunst mitten im historischen Zentrum.
Eine Stadt voller Gegensätze
Celle verbindet mehrere Epochen auf engem Raum.
Mittelalterliche Fachwerkhäuser stehen neben Welfengeschichte, Museen und moderner Architektur.
Gerade diese Mischung macht Celle zu einer besonderen Station unserer Reihe „Unsere Dörfer – Unsere Städte in Niedersachsen“.
Bildunterschrift
Celle verbindet Fachwerk, Welfengeschichte und moderne Architektur – vom Celler Schloss und der historischen Altstadt bis zu Otto Haeslers Bauhaus-Siedlungen.
Alternativtext für die Webseite
Ansichten aus Celle mit Celler Schloss, historischen Fachwerkhäusern, Stadtkirche, Bomann-Museum und moderner Architektur des Neuen Bauens.
